Schnarchen & Schlafapnoe

Schnarchen Ursachen und Behandlungen

Schnarchen bedeutet nicht nur eine Geräuschbelästigung des Partners in der Nacht. Treten neben dem Schnarchen auch Atemaussetzer in der Nacht auf, kann dies zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung des Schnarchers führen. Man spricht dann von einer Schlafapnoe. In ausgeprägten Fällen kann eine Schlafapnoe die Lebenserwartung um bis zu 10 Jahre verkürzen.

Die Diagnose vor der Schnarchbehandlung

Vor jeder Schnarchbehandlung ist deshalb eine genaue Diagnostik zur Bestimmung des Schweregrades der Erkrankung und zur Ursachenforschung erforderlich.

Nach einer ausführlichen HNO-ärztlichen Untersuchung der Nase, des Gaumenbogens und der Kehlkopfregion führen wir das sogenannte Schlafscreening mit dem Watchpat300 der Firma neuwirth medical durch.Mit diesem Gerät werden in der Nacht verschiedene Parameter gemessen wie die Sauerstoffsättigung im Blut, die Pulsfrequenz, die Schnarchgeräusche und das PAT Signal, das aufgrund von Volumenänderungen der Arterien Rückschlüsse auf die Funktion des autonomen Nervensystems und auf die Schlafqualität gibt.

Dieses neuartige Diagnostiksystem des Schnarchens kommt mit nur zwei Meßsonden aus: einer Sonde, die auf den Finger gesteckt wird, und einer kleinen Sonde, die auf den oberen Anteil des Brustbeins geklebt wird. Einengende Brustgurte oder eine Nasensonde sind nicht mehr notwendig, so daß der Schlaf des Patienten bei der Messung kaum beeinträchtigt ist.
Anhand dieser Untersuchungen wird das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprochen.

Die Behandlung variiert je nach Befund

Wenn wenige oder keine Atemaussetzer in der Nacht auftreten, müssen lediglich die Schnarchgeräusche behandelt werden. Hierzu stehen uns zur Verfügung:

  • die Operation der Nasenscheidewand ohne Tamponade bei behinderter Nasenatmung
  • die Verkleinerung der Nasenmuscheln mit Lasertherapie
  • die Straffung des Gaumensegels mit Radiofrequenztherapie bei entsprechendem Befund
  • die Anpassung einer Schnarchschiene, einer sogenannten Protrusionsschiene. Dies wird normalerweise durch den Zahnarzt durchgeführt. Hierdurch wird der Unterkiefer während der Nacht leicht nach vorne gezogen, sodass zwischen Zungengrund und Rachenhinterwand mehr Raum für die Atemluft geschaffen wird. Alleine durch diese Maßnahme kann das Schnarchen in 50 % bis 70 % der Fälle erfolgreich verhindert werden.

Bei ausgeprägten Atemaussetzern in der Nacht muss einer Überweisung in ein Schlaflabor zur weiteren Diagnostik erfolgen.